Parasitenbehandlung


Parasitenbehandlung bei Katzen: Nicht jedes Präparat ist geeignet!

Gut gemeint ist nicht immer gut gehandelt!

Sommerzeit ist Parasitenzeit! Für Mensch und Tier heißt es, besondere Vorsicht nach dem Aufenthalt im Freien! Die Freigänger unter unseren Stubentigern haben dieses Jahr schon seit Ende Februar Last mit den Zecken - und es ist kein Ende in Sicht! Wohingegen Flöhe und Würmer ganzjährig ein Thema sind, beschränkt sich der Zeckenbefall eher auf den Sommer. Wer nicht täglich seine Katzen absuchen kann oder will, und wo der Befall sehr ausgeprägt ist, sollte zu einem Zecken-Mittel greifen, dass die lästigen Geister abwehrt. Die Zecke beißt zwar, stirbt dann aber ab. Im Unterschied zu Flohkuren, die einen Flohbefall verhindern, wirken Wurm- und Zeckenmittel i.d.R. nur abtötend, also nicht verhindernd (bis auf ein Zeckenhalsband, ausschließlich über Tierärzte zu beziehen).

Manchmal ist das Eingeben von Tabletten schwierig. Dann kann man viele Anti-Parsitenpräparate inzwischen als sog. Spot-ons im Nacken der Katze auftragen. Alternativ dazu helfen Halsbänder, die eine längere Wirkungszeit haben und damit vermeiden, dass man vergisst, das Mittel regelmäßig aufzutragen. Zunehmend mehr dieser Produkte werden inzwischen auch im Zoohandel angeboten, allerdings nicht immer mit der gleichen Wirkungsweise wie die Produkte vom Tierarzt oder Apotheker. Durch die medizinisch wirksamen Bestandteile dürfen Letztere darum auch nur dort vertrieben werden.

Besondere Vorsicht sollte jeder Tierbesitzer darum vor sehr günstigen, nicht getesteten oder sehr "billig" verpackten Mitteln haben. Das Geld ist hier schnell am falschen Ende gespart und birgt nur eine Scheinsicherheit: Wurmkuren kurieren nicht gegen alle Würmer, Flohmittel sind nicht ausreichend wirksam und schnell ist die ganze Wohnung Heimstatt der Tiere. In der Folge leiden die Katzen ggf. unter hartnäckigen Flohallergien und zieht ein teures Ausnebeln aller Räume nach sich. Auch bei Halsbändern ist Vorsicht geboten! Sie müssen einen Schnellverschluss haben, der sich von alleine öffnet, sollte die Katze damit hängen bleiben. Es haben Besitzer ihr Tier schon erhängt im Baum gefunden!

PICT0239Außerdem muss strengstens darauf geachtet werden, dass das Halsband nicht einschnürt: etwa ein bis zwei Finger sollten Platz zwischen dem Hals des Tieres und dem Halsband haben. Erst kürzlich haben aufmerksame Tierfreunde einen Kater von seinem viel zu engen Halsband (siehe Foto) befreit. Schlimmstenfalls können die Bänder sogar einwachsen. Auf unserer Facebookseite sind Bilder, die zeigen, wie es einer Katze ergehen kann, die versucht, sich aus einem Flohhalsband zu befreien!

Grundsätzlich sollten man bei Freigängern das Risiko eines Halsbandes sehr gut abwägen: Auch bei Schnellverschlüssen gibt es keine 100-prozentige Garantie! Genauso wenig nützen Schmuckhalsbänder mit Glöckchen gegen Vogelfang. Katzen sind keine Anschleichräuber, sondern liegen regungslos auf der Lauer. Im Moment des Angriffs ist es längst zu spät, als dass das Glöckchen noch irgendetwas verhindern könnte.

Regelmäßige Parasitenbehandlung ist wichtig - auch bei Wohnungskatzen! Die Präparate sollten aber wegen der medizinischen Bestandteile zugunsten einer wirksamen Prophylaxe über den Tierarzt oder die Apotheke bezogen werden. Je nach Befall und Lebensraum der Katze gilt: 1 bis 12 Mal im Jahr eine Wurm- und Flohkur (die Übertragung von Wurmeiern erfolgt auch über die Flöhe), im Sommer monatliche Behandlung gegen Zecken. Auch auf Hautallergien und Milbenbefall in Fell und Ohr (bei letzterem ist das Innenohr mit einem schmierigen, bräunlichen Belag überzogen) sollte man besonders im Sommer achten.

Es ist nur eine Sache von Minuten, aber für Ihre Katze ein Sommer ohne Plagegeister. Und vorbeugen ist stets besser als heilen - auch bei Parasiten. Denken Sie darum ihrem Tier zuliebe an die Vorbeugung - und nicht erst, wenn ihr Liebling unter Befall leidet! Ihr Amigo-Team wünscht allen Tierfreunden einen schönen, sorgenfreien Sommer und ist unter der Mobilfunk-Nummer 0 15 25 – 6 94 85 97 gern zu erreichen bzw. freut sich über Unterstützung unter IBAN: DE23 2569 0009 0001 4168 00 und BIC GENODEF1NIN.