Anträge auf Kastrationspflicht gestellt


P1030430Wir haben kürzlich an alle neun Gemeindeverwaltungen des Landkreises sowie der Stadt Nienburg einen 14-seitigen Antrag mit umfangreicher Beschlussvorlage auf Einführung einer Kastrations- und Registrierungspflicht für Hauskatzen und Streuner eingereicht. Bereits in fast 550 Städten und Kommunen ist eine solche Verordnung bundesweit erfolgt, Tendenz steigend!

Bei geschätzten 3,5 Mio. Streunern ist es im Grunde bereits fünf nach zwölf, um zu handeln, damit diese teilweise unfassbaren Zustände und Umgangsformen mit des Deutschen liebsten Haustieres, endlich Einhalt geboten wird! Für eine der wohlhabendsten Wohlstandsgesellschaften weltweit eine beschämende Situation! Zumal inzwischen leicht Abhilfe geschaffen werden könnte, da mit den Gesetzesnovellen seit Herbst 2016 nun der Weg frei wäre, dass endlich seitens der Verwaltungen entweder sowohl nach SOG (Gefahrenabwehrverordnung) oder TSchG §13 b diesbezüglich Abhilfe geschaffen werden könnte.

Formuliert wurden unsere Anträge im Wesentlichen durch die sachkundige Unterstützung einer befreundeten Katzeninitiative (an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank!). Zudem ist das Engagement der aus der Zusammenarbeit im Rahmen unseres Hilfsprojektes 2014 hervorgegangen Vereins „Glückskatzen“ in Rodewald eine große Unterstützung in der Sache. Beide Vereine verfolgen die gleichen Ziele und durch die bereits erzielte Kastrations- und Registrierungspflicht auf „Probe“ für die Gemeinde Rodewald, ist hier eine gute Basis geschaffen. Aus taktischen Erwägungen haben wir die eigenen, bereits fertigen Anträge zunächst zurückgehalten und erst zum Jahresanfang 2018 auf den Weg gebracht!Kaetzchen 3

Seit Vereinsgründung im Mai 2010 haben wir wiederholt nachdrücklich das Gespräch bei zahlreichen sog. „Runden Tischen“, Ortsterminen, Sitzungen zuständiger Fachbereiche, sowie mit Bürgermeistern, Ratsmitgliedern in Stadt und Landkreis, sowie dem Landrat gesucht, Vorträge (auch vor Räten) gehalten und nun bereits den dritten schriftlichen Antrag kreisweit eingereicht. Ebenso ist mit der Bezuschussung der Streuner-Kastrationen durch Stadt und Land, sowie den Kastrationsgutscheinen seit 2015, ursprünglich hervorgegangen aus der Initiative der Kreisfraktionen Bündnis `90/Die Grünen und der SPD, ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt! Über dessen Fortführung wird derzeit in den Räten verhandelt.